Diskussionsthema: Vogelzucht heute

Ist der Vogelzüchter von heute noch ein Tierliebhaber mit Idealen?

Oder ist er ein Lebendtier-Produzent, der nach Verkaufseinheiten und Euro rechnet?

Zuchtvorbereitung der modernen Vogelzucht

  • Futterumstellung der Elterntiere auf Legefutter
  • Probelauf der Brutmaschinen (siehe Bild)
  • Joghurtbecher sammeln
  • Billigstes Aufzuchtfutter besorgen (evtl. abgelaufene Babynahrung...)
  • Zukauf von Eiern und Küken von anderen Züchtern organisieren
  • Rentabilitätsberechnung durchführen
  • Kropfsonden oder Ventilschläuche für die Zwangsfütterung der Jungen besorgen.

Amazonenbabies eines deutschen Züchters!

Diese bedauernswerten Babies sehen aus wie Lebendpräparate.
Extremer Flüssigkeitsverlust ist offensichtlich.

Gründe dafür könnten sein: Durchfall durch ungeeignetes Aufzuchtfutter, Justierung der Aufzuchtbox falsch (Luft­feuchtigkeit zu gering: Funktion wie ein Dörrautomat)
Organschäden sind in dieser Phase der Entwicklung sehr wahrscheinlich.

Warum lässt der Züchter die Jungtiere nicht zusammen aufwachsen? Ein enger Hautkontakt ist für alle Jungvögel sehr wichtig (oder gab's keine größeren Joghurtbecher?).

Hellroter Ara - Baby - 3 Wochen alt - Naturbrut!

Ein richtig ernährtes Papageien-Baby. Hier sieht man kein frei liegendes Rückgrat. Es hat fleischige Füsse. Der Bauch fühlt sich wie ein wasser­gefüllter Luft­ballon an. Die Haut­farbe sieht auch entsprechend gesünder aus.

Ist der Vogelzüchter noch auf dem richtigen Weg?

Die alte Generation stirbt langsam aus (die Liebhaber ohne Brutmaschine).
Die heutige Generation sind die Produzenten (die haben kein Interesse, sich Konkurenz durch eine jüngere Generation zu schaffen).

Die zukünftigen Züchter lassen wir auflaufen (Tipps werden nicht verraten. Die werden schon wieder aufgeben, wenn sie Mißerfolge haben...).

Die Vereine überaltern schnell. Wir brauchen dringend junge Züchter (am besten welche ohne Zuchterfolge, wir wollen ja keine Konkurenz).

Haben Sie eine Meinung dazu?

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Bild: Volierenvögel
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